Leseprobe „Frisch vom Apfelbäumchen – Allerlei aus Äpfeln“

Der Apfel – gesund und knackig

Äpfel, lateinisch: Malus, etymologisch vom althochdeutschen apful, gehören zur Pflanzengattung der Kernobstgewächse und zählen zur Familie der Rosengewächse. Beheimatet ist der Apfel in Europa, Asien und Nordamerika. In unseren Breiten ist zumeist nur der Kulturapfel bekannt, wobei es in Ostasien Arten gibt, die nur kirschgroße Früchte tragen wie beispielsweise der Japanische Apfel und der Kirschapfel. Es existieren weltweit etwa 42 bis 55 Apfelarten. Granatäpfel hingegen sind mit dem gewöhnlichen Apfel nicht näher verwandt.

Äpfel sind so gesund, da sie Mineralien und viele Vitamine enthalten wie beispielsweise Kalium, Kalzium, Natrium sowie die Vitamine E, C, B und Folsäure. Die im Apfel enthaltenen Polyphenole entgiften den Körper, sorgen für Ballaststoffe und können sogar vor Krebs schützen. Entscheidend am Apfel ist auch der Pektingehalt, der das Cholesterin senken und einen Durchfall stoppen kann. Die alte Redensart „Ein Äpfelchen täglich, keine Krankheit quält dich“ hat heute wie früher Aktualität, auch wenn man sie natürlich nicht so ganz wörtlich nehmen sollte.

Die alten Apfelsorten Boskoop, Goldparmäne oder Bohnapfel enthalten mehr sekundäre Pflanzenstoffe als herkömmliche Äpfel aus dem Supermarkt. Allerdings weisen diese Sorten einen höheren Gerbstoffanteil auf, der den Gaumen beim Essen zusammenzieht. Deshalb bevorzugen viele Menschen herkömmliche Supermarktsorten. Grüne Äpfel werden aus Marketing-Gründen mittlerweile kaum noch angebaut und angeboten. Die Menschen lieben die roten, knackigen Äpfel wohingegen die grünen eher säuerlich schmecken.

Kennen Sie den Grund, warum manche Äpfel auf der einen Seite Rot und auf der anderen Seite grün sind? Äpfel, die am Baum in Richtung zur Sonne hängen, werden auf dieser Seite rot. Wohingegen Äpfel, die in Richtung zum Baumstamm hängen grün werden. Bei einigen Äpfeln ist die Farbe sortenabhängig.

Haltbar sind Äpfel in der Wohnung bei Raumtemperatur etwa ein bis zwei Wochen. Es gibt jedoch einen kleinen Trick, wie Sie Äpfel drei bis vier Monate haltbar machen können. Geben Sie die Äpfel in eine Frischhaltetüte, verschließen Sie diese und stellen Sie die Tüte in den Kühlschrank oder in den Keller. Die Temperaturen müssen auf jeden Fall kühl sein. Nach einer Woche stechen Sie pro Kilogramm Äpfel ein bis zwei Löcher in den Beutel, damit das Kohlendioxid entweichen kann. Dies verzögert die Reifung. Da Äpfel Ethylen bilden, müssen sie immer getrennt von anderem Obst gelagert werden.

Häufig herrscht Unklarheit darüber, ob man Äpfel schälen soll oder nicht. Viele Menschen scheuen sich vor der Wachsschicht, die auf Äpfeln zu sehen ist und denken, diese Äpfel seien behandelt. Richtig ist hingegen, dass bei allen Äpfeln, egal ob behandelt oder nicht, sich eine solche Wachsschicht bildet. Wichtig dabei ist, die Äpfel vor dem Verzehr gründlich zu waschen. Sie sollten möglichst immer mit der Schale gegessen werden,…

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