Leseprobe: Energiespar-Fibel für Strom und Wasser – Der kleine Energie-Ratgeber

Vorbereitungen für das Energiesparen

Als Erstes sollten Sie Ihren Stromverbrauch ermitteln. Mithilfe von Strommessgeräten können Sie von fast jedem elektrischen Gerät, den Stromverbrauch feststellen. Solche Strommessgeräte können Sie entweder im Internet bestellen, in einem der großen Elektromärkte erwerben. Der Preis für ein solches Strommessgerät beläuft sich auf etwa 20,00 Euro.

Alternativ können Sie auch bei vielen örtlichen Stromversorgern und Verbraucherzentralen Strommessgeräte ausleihen. Die jeweiligen Konditionen teilt man Ihnen auf Anfrage mit.

Darüber hinaus benötigen Sie für das Energiesparen verschiedene Geräte, deren Anschaffungskosten jedoch relativ gering sind. Dazu zählt ein Kühlschrankthermometer, mit dem Sie immer kontrollieren können wie viel Grad Celsius in Ihrem Kühlschrank bestehen. In jedem Wohnraum sollten Sie einen sogenannten Hygrometer haben, der neben der Temperatur auch die Luftfeuchtigkeit anzeigt. Die ideale Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen liegt zwischen 40 und 60 Prozent. Die Temperatur in Wohnräumen sollte ca. 20 °C, im Kinderzimmer und im Bad ca. 22 °C und im Schlafbereich ca. 18 °C betragen. Ältere und kranke Menschen haben jedoch zum Teil ein erhöhtes Wärmebedürfnis in Wohnräumen, das man berücksichtigen sollte.

Für den Fernseher benötigen Sie einen TV-Standby-Ausschalter, sofern Ihr Fernsehgerät noch einen Standby-Modus hat. Denken Sie auch bitte daran, für genügend Steckdosenleisten mit einem Ausschalter (nur mit CE-Prüfzeichen aus dem Elektrohandel, bitte keine Billigware!) zu sorgen. Außerdem benötigen Sie Luftsprudler/Perlatoren für Ihre Wasserhähne, eine Wassersparvorrichtung für den Toilettenkasten und einen Durchflussbegrenzer für den Duschkopf. Mehr zu diesen Energiespartools im Kapitel „Wie lässt sich tatsächlich Strom sparen?“

Zuerst sollten Sie sich auf der Webseite Ihres Stromversorgers informieren, welchen Strompreis Sie haben, sofern Ihnen dies nicht bekannt ist und, ob es eventuell derzeit einen für Sie günstigeren Tarif gibt. Auf den Webseiten der Energieversorger befinden sich zumeist entsprechende Berechnungstools. Gehen Sie regelmäßig auf die Webseite Ihres Energieversorgers, da jederzeit neue Angebote bestehen können. Sie sollten immer den für Sie günstigsten Tarif haben. Außerdem lohnen sich Strompreisvergleiche verschiedener Energieunternehmen. Unter dem Begriff „Strompreisvergleich“ finden Sie die entsprechenden Portale. Menschen, die nur ein geringes Monatseinkommen haben, sollten jedoch sich immer bei einem potentiellen neuen Stromanbieter informieren, ob sie den fälligen Betrag in Raten zahlen können. Die städtischen Energieversorger bieten dies zumeist für einkommensschwache Bürgerinnen und Bürger an, die privaten hingegen nicht.

Der nächste Schritt ist, dass Sie sich alle Elektrogeräte notieren, die Sie messen möchten. Hierfür eignet sich am besten eine Excel-Tabelle, da Sie in dieser auch bequem die Messwerte und die dafür anfallenden Stromkosten notieren und berechnen können.

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