Leseprobe: Einbruch, Mord und andere Delikte – Scott und O’Donnel ermitteln

Der Einbruch in das
Kunstmuseum

 

Es klingelte. Der Kommissar hob schnell ab.

„Polizeipräsidium, Polizeihauptkommissar Scott am Apparat.“

„Guten Tag, hier ist Direktor Fitzpatrick vom Londoner Kunstmuseum. Bei uns hat jemand eingebrochen, und es wurden zehn sehr wertvolle Gemälde gestohlen“, antwortete eine aufgeregte Stimme.

„Wann fand der Einbruch statt?“

„Heute Nacht. Vor einer Viertelstunde entdeckten wir den Diebstahl.“

Der Kommissar schaute auf seine Uhr und notierte sich die Zeit als das Personal den Einbruch entdeckte.

„Berühren Sie bitte nichts im Museum, teilen Sie das auch bitte Ihren Angestellten mit. Sorgen Sie dafür, dass jeder vom Personal vor Ort ist. Ich bin in zwanzig Minuten bei Ihnen.“

„Vielen Dank. Ich erwarte Sie.“

Ben Scott beendete das Gespräch und schaute zu seinem Kollegen.

„Das war Herr Fitzpatrick, der Direktor vom Londoner Kunstmuseum. In der Nacht wurde dort eingebrochen und zehn wertvolle Gemälde gestohlen.“

Sein Kollege, Kommissar O’Donnel, schaute ihn mit großen Augen an.

„Warum schaltete sich die Alarmanlage nicht ein? Das Kunstmuseum ist doch bestens alarmgesichert“, fragte Jim O‘Donnel.

„Das weiß ich noch nicht. Ich vermute, dass jemand die Alarmanlage ausgeschaltet hat.“

Der Kriminalist nahm den Telefonhörer und rief bei Frau Brown von der Spurensicherung an.

„Hier ist Hauptkommissar Scott. Wir brauchen für das Londoner Kunstmuseum sieben von euren Leuten. Können wir uns in einer Viertelstunde in dem Museum treffen?“

„Gut, ich schicke ein Team vor Ort. Sie sind in einer Viertelstunde da.“

Scott beendete das Telefonat.

Die Kommissare zogen ihre Jacken an und verließen das Polizeipräsidium.

Mit dem Dienstwagen fuhren sie durch Londons nebelige Straßen. Big Ben schlug 09.45 Uhr.

Fast zeitgleich startete das Spurensicherungsteam zum Londoner Kunstmuseum.

Scott und O’Donnel gelangten an der dem Museum an. Vor dem Haupteingang erwartete sie bereits Direktor Fitzpatrick.

„Ich grüße Sie, meine Herren.“

Fitzpatrick reichte den Kommissaren die Hand.

„Es ist eine Tragödie. Zehn Werke weltbekannter Meister wurden gestohlen. Es ist ein Millionenschaden!“

„Beruhigen Sie sich bitte, Herr Direktor. Wir tun alles, damit Sie die wertvollen Gemälde wiederbekommen.“

Währenddessen gingen die drei Männer in das Londoner Kunstmuseum. Das Spurensicherungsteam traf ein und lief schnellen Schrittes die Stufen zum Kunstmuseum hoch.

Kommissar O’Donnel sah das Team als Erster.

„Hallo, wir müssen in den Raum hinten rechts. Folgen Sie mir bitte“, rief der Kommissar.

Die acht männlichen und zwei weiblichen Mitarbeiter betraten den großen Ausstellungssaal, in dem das Verbrechen geschah.

Sofort begann das Team, seine Koffer auszupacken und untersuchte den Ausstellungsraum.

Der Direktor und die zwei Kommissare sahen sich in dem Raum um. Dann wandte sich Scott an Herrn Fitzpatrick.

„Warum ging die Alarmanlage nicht an?“

„Die Täter sind irgendwie ins Gebäude gelangt und haben den Mitarbeiter gezwungen, die Alarmanlage auszuschalten. Wir fanden ihn gefesselt und geknebelt im Dienstraum. Er muss eine fürchterliche Angst gehabt haben, der arme Mann. Normalerweise arbeiten zwei Securitymitarbeiter in einer Schicht, der eine meldete sich plötzlich vorgestern krank.“

„Ist der überfallene Mitarbeiter noch im Museum? Wir würden ihn gerne sprechen“, fragte O’Donnel.

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